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Essen ist Seele

Essen ist Seele.


Es ist immer mehr von „Gesunder und Ungesunder" Ernährung die Rede,

zeigt es doch wie unwissenschaftlich mit dem Thema umgegangen wird.


Sowohl seitens der Politik, Schulmedizin, als auch der Industrie und

anderen Disziplinen werden immer mehr fadenscheinige Argumente

aufgebracht warum man Entscheidungsfreiheit abgeben sollte,

aber im Umkehrschluss für alles die schuld und die Konsequenzen tragen soll,

wenn man dadurch Krank werden würde zum Beispiel.

„Lass dich impfen, Iß nach 18.00 Uhr nichts mehr, Mache eine Diät,

Iß nur noch Kohlenhydrate, Friß die Hälfte" etc.. .

"Je weniger du darüber weißt desto besser funktioniert es.“


Tue dieses und tue jenes nicht. Mache am Frühling dieses und jenes für die „Gesundheit“.

Lohnendes Geschäftsmodell, denn Politiker, Mediziner, Ernährungsberater und Fitnesstrainer

sind auch meistens Lifecoaches. Was für ein Zufall.

„Wir wollen nur dein bestes:

Das mit deiner erhaltenen Arbeitskraft, erwirtschaftetes Geld“


Anstatt, das mein Kopf in Gedanken, das Essen in alle Spurenelemente und

Kalorieneinzelteile zerlegt, überlasse ich das doch sehr gerne meinem Körper.

Bio-chemisch-physikalische Prozessreaktionen erledigen doch schon alles.

Enzyme trennen alles. Es wird behalten was gebraucht wird, der Rest wird ausgeschieden.


Essen ist Leben und Seele.

In den meisten Kulturen, kann es aber auch Kunst, Konsum und Ritus sein.

(Aperitif, Digestif, Gewürze, Opfertiere, usw.)

Deshalb einfach essen was einem bekannt ist.


Man sollte mehr auf seine eigenen Instinkte hören und ansonsten auch intuitiv essen.

Anstatt irgendjemandem nach dem Mund zu reden wie ein jünger einer neuen Religion,

wie die meisten es heute tun, weil einfach die Kultur zum industriellen Essen fehlt.


Es ist einfach Humbug, zwischen „Fastfood und Slowfood“ zu unterscheiden.

Denn Naturell schlechtes Essen, kann es gar nicht geben solange es essbar ist.

Ich unterscheide da eher nach Tagesform ob es doch Soulfood oder Brainfood

und manchesmal auch mal Junkfood sein darf.


Es ist kulturell (in unsrem Fall industriell) vorgegeben was gut ist und was nicht.

Aas zu essen, ist gut durchgebraten genauso möglich ohne dabei schaden zu nehmen,

wie die „Gammelfleisch“ Skandale es in der Vergangenheit zeigten.

Fette Maden im Wald sind reine Proteine, welche den Ureinwohnern überlassen

und als rückständig bezeichnet wird, weil die kennen ja keinen Supermarkt.

Industriell-Synthetisches Essen ist halt auch Nahrung.

Weniger nützlich aber dennoch nahrhaft.

Mal ganz abgesehen von dem ganzen Plastik den wir als Bauchfüller immer zu uns nehmen.


Schuldkult beim Essen und der Gesundheit. Wie grässlich!

Nierensteine bekommen? Na dann selbst Schuld dran,

weil falsche Ernährung.--> was für'n Schmu!

Genauso könnte man argumentieren, das wenn man gestorben ist,

man ja selbst daran schuld sei, weil man ja gelebt hatte.

Die Niere funktioniert so komplex das wenn sie Mineralien einlagert, dies andere

komplexe Gründe und Wechselwirkungen mit anderen Organen haben könnte.


Heilkräuter und Gifte können bestimmte Prozesse

gezielter im Körperunterstützen oder schaden.

Ist der Konzentration und der Regionalität geschuldet ob der Körper damit zurecht kommt.

Aber Allheilmittel gibt es so einfach nicht.


Mein Augenmerk liegt momentan eher auf den Stoffen, die Hormonähnlich

im Organismus wirken und langfristig mehr schaden anrichten als das

„Restaurant zum Goldenen Ring“.

Endokrine Disruptoren oder auch Umwelthormone.

Genannt sind hier Weichmacher, Pseudosüßstoffe, wasserlösliche Abbaustoffe etc.,

wie Phtalate, Bisphynol A, Aspartam, und andere die sich auch im Trinkwasser lösen.

Darüber ist empirisch leider wenig bekannt.


In jeglicher Hinsicht bin ich einfach geläutert und Esse und Trinke was mir gerade passt und schmeckt und das ganz intuitiv.

Denn Im schlimmsten Fall hat die Gesundheit ein Ende, nämlich mit dem unaufhaltsamen Tod und das bestimmt nicht wegen der Ernährung.

Denn auch hier gilt Wissen ist Macht. Wissen bildet die Grundlage zur natürlichen Selbstentfaltung und zur Entscheidungsfreiheit.

Ansonsten wird fremdentschieden werden.


ps.. Heute gibt’s eine berbische „Tajine“ oder auch „Marmita“ genannt.

Übersetzt: Ein Topf voll guter Dinge. Oder auch einfach nur „Eintopf“.


Genüssliche Grüße


metropolis

    Article discussion posts 1

    • Hallo Motropolis

      Schön eine so spontane Meinungsvertretung! Auch ich bin der Meinung, dass wir viel mehr auf unseren Körper hören sollten. Doch dies kann leider nicht von jedem Menschen erwartet werden, denn viele sind leider so neben ihren Schuhen,…

    Comments 1

    • Hallo Pia,


      schön das du geschrieben hast.


      Dies ist von mir keine Spontane Meinung sondern eine Feststellung.

      In meinem Umfeld bemerke ich die starken Trends die dazu führen einzelne Produkte zu glorifizieren und andere zu verteufeln und das im sinne der "Gesundheit".

      „Ohne Avocados kein Frühstück“, ohne „Kokosmilch keine nahrhafte Nahrung“.

      Menschen wollen sich besser fühlen durch die Umstellung der -ernährung weil sie sich allgemein schlecht fühlen in ihrem Körper. Sie hören ja ihre eigene Stimme aber handeln nicht danach.

      Sie handeln danach was ihnen gesagt wurde und haben dadurch dauernd ein schlechtes gewissen und leben ein dilemma.


      Und ich bezweifle das Menschen andere Menschen benötigen um ihnen zu zeigen wie es wieder richtig geht.

      Wissen und glauben sind ein zweischneidiges Schwert das sehr scharf schneidet.

      Durch deine aussage beschreibst du doch das eigentliche Problem. Die Unmündigkeit des Individuums,

      „...von jemandem zurückführen zu lassen“ finde ich da schon stark vermessen.

      Es ist ein einfacher Austausch des „Gurus“ der mir jetzt zeigt wie es richtig gehen soll.

      Gegen einen „Energieaustausch“ versteht sich.


      Das sehe ich als absoluten Holzweg an. Und wenn ich an der stelle fragen darf:

      Was ist überhaupt eine Diät? Wer eine Fettleber hat, hat diese sich angefressen und kann durch weniger essen, diese sich regenerieren lassen. Ja und danach geht das spiel von neuem los.

      Ja ich gebe zu wir essen viel zu viel. Das hat aber weniger mit der Nahrung an sich zu tun sondern ist psychosomatischer Natur. 3 mal Täglich zu essen hat sich halt eingebürgert. Es ist reine Vorgabe.


      Psyche und Soma. Wie kann man da behaupten die Seele bräuchte keine Nahrung? (etwa Lichtnahrung?)

      Essen tut der Seele gut weil es die Sinne betört und eine belohnung durch die transmitter veursacht.

      Den Körper dabei isolierend von der Seele zu sehen ist doch schon komplett falsch.

      Diese ganzen Ideologien die sich über mein essen stülpen wollen und mir erklären wollen was mir gut tut ist doch schon ein sehr falscher Ansatz. Ob industriell oder auch nur auserwählte Nahrung, das essen ist dabei Unschuldig und redet mir keinen Schuldkult ein.

      „...Wissenschaftler haben gottseidank rausgefunden...“ was die nicht alles rausfinden.


      Geistige und emotionales Fehlverhalten sollen also Ursache für Erkrankungen sein?

      Sehe ich komplett anders.

      Autoimmunerkrankungen wie Diabetes mell. II , Athrose, Rheuma, MS, Autismus, Asperger, alergien, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa etc….,sind Stoffwechselstörungen die durch den Hormonhaushalt im Körper verursacht werden. Wahrscheinlich durch synthetische Stoffe von außen die das gleichgewicht durcheinander bringen. Wir wissen leider nicht viel darüber ausser das es mit dem Immunsystem zusammenhängt (Darmflora..).

      Das Individuum ist zwar verantwortlich für das was ihm geschieht aber die schuld dafür trägt es keineswegs.

      Auch wenn ich gefahr laufe das Ego des Ernährungsberaters mit meinen Worten zu verletzten: ich benötige als Mensch kein betreutes Leben. Weder in der Ernährung noch in anderen Themen. Besonders nicht wenn es eh nur reine ideologische theorien sind.


      ps.: die länge ist der Thematik geschuldet :)

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