Pfingstsymposium 2018 bei Heini Staudinger - GEA Mama eG

Wer den Verdacht hegt, dass unendliches Wirtschaftswachstum ein Problem für Mensch und Natur sein könnte, wem der Optimismus fehlt zu glauben, dass wir alle profitieren, wenn wir nur weiter unser wertvolles Leben darauf verwenden, Konzerne reicher zu machen oder zu wählen, wenn wir in Wirklichkeit keine Wahl haben: Wer sich nicht sicher ist, ob die Politik anfangen wird, sich diesen Fragen zu stellen, konnte sich auf diesem Symposium informieren, Anregungen für das eigene Handeln bekommen und Möglichkeiten diskutieren.


Das Pfingstsymposium stand unter dem Motto: „Diese Wirtschaft tötet. Wir wollen eine andere. Wir brauchen eine andere. Wir bauen eine andere.‟


Egal, wo die Menschen gerade mit ihren Erkenntnissen stehen, alle waren auf dem Symposium am richtigen Platz. Es war möglich, einfach nur als Zuhörer dabei zu sein,

ganz aktiv ein eigenes Projekt vorzustellen oder um Rat zu fragen, wenn die eigene Entwicklung ins Stocken geraten ist. Die ganze Atmosphäre war so inspirierend, dass es kaum jemandem gelungen ist, sich nicht zu beteiligen. Das lag sicher an dem Konzept,

durch das Heini Staudinger, die beiden Moderatoren und Impulsgeber alle Teilnehmer sicher und souverän geführt haben. Immer mit genug Zeit, Pausen und gutem gemeinsamen Essen.


An zwei Tagen fanden viele Vorträge und Workshops zu verschiedenen Themen gleichzeitig statt. Nicht wie auf einem Kongress, wo ein Vortrag dem anderen folgt, und auch nicht wie auf einer Messe mit einem vollen Stand. Jeder konnte bleiben, solange er wollte oder jederzeit auch in einen anderen Raum wechseln, in dem ein anderes Thema behandelt wurde. Natürlich ist Heini der Star, nicht nur auf seinem Symposium. Er hat sich eingebracht, war sehr präsent und sorgte immer für die passende Einleitung. Doch der Großteil der Zeit gehörte den Impulsgebern und Teilnehmern. Es waren alle so abgetaucht in ihre Themen, dass Heini erst einmal vergessen war. Es ging eben darum, etwas Eigenes zu gestalten, nicht etwas zu kopieren, sondern die Erfahrungen anderer zu nutzen und Möglichkeiten zu finden, davon zu profitieren.


Am letzten Tag sind dann alle zum „Bill Gates Teich‟ gewandert. Viele wissen inzwischen, was es mit diesem Teich in Schrems auf sich hat. Wer nicht, kann es sich in Heinis Film „Das Leben ist keine Generalprobe‟ anschauen. Heini ist kein Schauspieler, schlüpft in keine Rolle, ist wie er eben ist: auf dem Symposium, im Film, in Interviews. Widerspricht sich nicht, sagt, was er will und bewegt etwas.


Auf dem Symposium stellten viele Impulsgeber unterschiedliche Bereiche dar.

Alle zu nennen, würde den Rahmen sprengen, doch einen möchte ich hier hervorheben:

Er heißt Franz Rohrmoser, ist 75 Jahre alt und kommt mit so viel Lebenserfahrung daher, dass er keine komplizierte Sprache benötigt, um über die Agrarpolitik und Agrarwirtschaft in Österreich und Europa zu reden und in seinem Buch zu schreiben. Aus seiner Autobiographie „Mein Einsatz für bäuerliche Zukunft – Die Revolution für eine demokratische Ernährungspolitik hat begonnen“ leitet sich ab, wie er zu seinen Erkenntnissen gekommen ist.


Veranstaltungen wie dieses Symposium, auf dem Menschen inspiriert werden, sind wichtig.

Mit einem Paar Waldviertler kann ich zeigen, dass mir das gefällt.

    Über den Autor

    Marion Schumann, geboren 1967, war 27 Jahre Managerin in verschiedenen Konzernen und verbrachte viel Zeit im Ausland.


    Die Erkenntnis, dass die Möglichkeiten innerhalb des Konzernlebens etwas zu verändern sehr begrenzt sind, hat sie dazu bewogen im Rahmen einer der vielen Umorganisationen ihren Job an den Nagel zu hängen und die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu erforschen. Am Herzen liegen ihr die kleinen und mittelständischen, inhabergeführten Unternehmungen. Das liegt wohl daran, dass Politik und Konzerne es auf diesen Bereich abgesehen haben.


    Trotz massiver Anstrengungen, den Mittelstand unterzuordnen scheint er sich doch nicht so leicht in die Knie zwingen zu lassen. Das imponiert ihr, gibt ihr Zuversicht und eine Aufgabe die Sinn macht.

    www.ent-decke.net

    Ent-Decke Neuling

    Artikel Diskussions Beiträge 0

    Noch kein Eintrag im Diskussions-Thema

    VEREIN ZUR FÖRDERUNG REGIONALER UND ALTERNATIVER
KOOPERATIONS- UND WIRTSCHAFTSMETHODEN